Meditation

Was Meditation mit Routinen zu tun hat & wie du deine Routine findest.

Meditation ist eine wundervolle Art, in die eigene innere Welt einzutauchen. Fernab von allen äußeren Einflüssen. Meditation ermöglicht es, einzuchecken. Eine Kontaktaufnahme mit dem Selbst. Ein Rückzug der Sinne, um Platz zu machen und zu empfangen. Wieder in die eigene Mitte zu kommen.


What you think: You must clear your mind to meditate. No thoughts allowed!

Fact: Thoughts are just your mind doing its job. Meditation teaches you to refocus when your mind wanders (because it will and that‘s ok).


Dieses Zitat ist von Chopra, und ich finde es für mich und meine anfängliche Erwartungshaltung an Meditation sehr passend. Lange Zeit hatte ich Sorge, beim Meditieren etwas falsch zu machen, weil plötzlich meine Gedanken ganz laut wurden. Irgendwann habe ich verstanden, dass das dazu gehört. Dass ich lernen darf, meine Gedanken zu beobachten und ich sie nicht bewerten muss. Sondern sie viel mehr ein kleiner Wegweiser sind, zu erkennen, was gerade los ist. Wie es mir geht und welche Themen ich mir genauer anschauen darf. Ich habe gelernt, dass ich nicht meine Gedanken bin. Sondern sie als eine Art Filter fungieren, durch die all meine Eindrücke und Erfahrungen laufen. Oft schützen meine Filter mich, aber manchmal bremsen sie mich auch. Meditation ist für mich in vielerlei Hinsicht eine Technik, diese Filter zu verstehen und ihn zu entschlüsseln. Einen Schritt zurück zu machen und raus aus der Identifikation zu gehen. Quasi ein Reset- und Reinigungsknopf.

Klingt alles schön und gut. Aber es gibt ja so vieles im Leben, was uns gut tut und was wir trotzdem nicht tun. Wieso das so ist? Darauf möchte ich im Folgenden eingehen.

Die größte Hürde beim Meditieren ist oft das Machen. Das Loslegen.

Das ist natürlich nicht nur beim Meditieren so. Sondern bei allem, was wir neu starten wollen. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass es jedem so geht. Jeder steht mal am Anfang und weiß noch nicht so ganz, wie. Hat man dann den Anfang gefunden, ist man anfangs noch ganz motiviert. Aber irgendwann lässt die Motivation nach. Insbesondere wenn man keine richtige Routine gefunden hat, scheint es schwierig, am Ball zu bleiben. Hat man eine Routine gefunden, ist es trotzdem oft gar nicht so leicht, sie beizubehalten. Denn unser innerer Kritiker ist immer an unserer Seite. Und hatten wir mal einen nicht so guten Tag, was ganz natürlich ist, wird die Stimme schnell laut, die fragt: Wofür das alles?

Bleiben wir aber dran, dann merken wir schnell, wie gut Meditation tun kann. Wie sehr Meditation das Leben, unsere Wahrnehmung, den Umgang mit uns selbst verändern kann.

Das kann Meditation:

  • Kontrolle der Gedanken
  • Vertiefung der Achtsamkeit
  • Stressabbau
  • Harmonisierung der Gehirnwellen
  • Konzentrationssteigerung
  • Erinnerungsvermögen steigert sich
  • Abbau von Ängsten
  • Schlafverbesserung
  • Blutdrucksenkung
  • Anhebung der Toleranzschwelle

Warum ich das kann dick markiert habe? Weil es letztlich immer auf dich ankommt. Was du zulässt und was du dir selbst erlaubst.

Meditation kann eine große Veränderung in dein Leben bringen. Aber: neue Gewohnheiten brauchen Zeit. Raus aus dem Autopilotenmodus kommen wir nicht, indem wir einfach weiter machen wie vorher. Um eine Veränderung zu integrieren, müssen sich neue Verknüpfungen im Gehirn bilden. Und das kann laut einer Studie des University College London zwischen 18 und 254 Tagen dauern. Wow. Ganz schön lang. Aber auch ganz schön clever. Denn so unterscheidet unser Körper in lebensnotwendige und nachzuverlässigende Dinge.

Prozesse wie gehen, trinken und essen zum Beispiel sind nämlich auch Gewohnheiten, die wir uns erst aneignen mussten. Würde unser Körper aber keine dieser Gewohnheiten kennen, würden wir jeden Tag all das, was wir tagtäglich ohne Nachzudenken so tun, neu lernen müssen – und das würde ganz schön viel Energie in Anspruch nehmen. Aber so gesund und so lebenswichtig viele unserer Gewohnheiten sind, so hinderlich sind sie manchmal auch. Denn sind wir mal ganz ehrlich: Nicht alle Gewohnheiten sind lebensnotwendig. Die große Gefahr bei unseren Gewohnheiten ist viel mehr, dass wir in einen Autopilotenmodus verfallen. Also vollkommen ohne Bewusstsein. Dass wir Dingen nachgehen, die uns gar nicht mehr gut tun, ohne es zu merken. Sei es das ständige Daddeln am Handy, das Vergleichen mit anderen oder unser Zuckerkonsum. Um nur mal ein paar grobe Beispiele zu nennen.

Wie finde ich denn aber jetzt meine Meditationsroutine?

Zunächst einmal: indem du dich mit deinem Wofür auseinandersetzt. Ich bin der festen Meinung, dass es uns leichter fällt, Dinge zu etablieren, wenn wir wissen, wofür wir es tun. Die Antwort muss nicht riesig poetisch und wahnsinnig besonders sein. Sie sollte einfach nur echt sein.

Dann empfehle ich dir, nicht sofort alles zu wollen. Nicht sofort All-In gehen zu wollen. Angelehnt an das japanische Kaizen: Auch 1% Veränderung kann alles ins Rollen bringen. Denn wenn du dieses eine kleine Prozent Veränderung mit vollem Herzen umsetzt, wird sich ganz automatisch auch der Rest langsam beginnen zu verändern. Stell dir dafür gerne mal eine lange Domino-Kette vor. Von außen betrachtet sind es viele Steine. Würdest du jedes einzelne umlegen wollen, hättest du ganz schön was zu tun. Konzentrierst du dich jedoch erstmal nur auf einen Stein und bringst diesen zum fallen, dahin wo die für dich richtige Richtung ist, dann wird er die anderen Steine ganz automatisch mitreißen. Also: nicht von 0 auf 100 jeden Tag Yoga, Sport, Meditation, gesundes Essen, 10 Stunden Schlaf, kein Social Media mehr .. sondern fang mit einer Sache an. Zum Beispiel der Meditation. Der Rest wird folgen. Ganz sicher.

Um deine Routine zu formulieren, kannst du dir folgende Fragen stellen.

  • Warum möchte ich diese Routine integrieren? (Da ist es wieder, das Wofür.)
  • Was fühlt sich für mich so richtig richtig gut an?
  • Wobei fühle ich mich glücklich und losgelöst?
  • Was fehlt mir im Alltag?
  • Was kommt zu kurz?
  • Was stresst mich?
  • Was ist mir wichtig?
  • Was brauche ich wirklich?

Du darfst bei der Beantwortung zu 100% ehrlich zu dir selbst sein. Es gibt keine richtigen Antworten und genau so auch keine falschen. Du musst niemandem etwas beweisen. Manchmal finden wir auch nicht sofort Antworten. Vielleicht dürfen diese Fragen dich auch bei deiner ersten Meditation begleiten.

Du solltest dir für deine Meditationsroutine zudem ein paar feste Fakten schaffen.

  • Überlege dir einen geeigneten Zeitraum. Ich persönlich bevorzuge immer den Morgen, da der Geist und alle seine Rezeptoren dann noch frei sind. Ich habe noch keine To-Dos auf dem Schirm und kann mir ganz bewusst die Zeit vorher einplanen. So schaffe ich mir eine schöne Basis für den Tag und habe meine Me-Time ganz vorne platziert. Das nur als Idee. Gehe aber deinen Weg und schaue, was für dich realistisch integrierbar ist.
  • Suche dir einen festen Platz für deine Meditation. Einen, der dir möglichst viel Ruhe gibt.
  • Suche dir vielleicht einen kleinen Meditationsbegleiter: Sei es eine Kerze, ein kleiner Stein, ein festes Outfit, ein Meditationskissen … der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. 😉
  • Bereite dir einen Timer vor. Da Wecker nicht immer so schön klingen, wie wäre es mit einer 5-10 minütigen Playlist, die dir einen zeitlichen Rahmen gibt?
  • Richte dir eine Erinnerung ein. In deinem Kalender, in deinem Handy oder vielleicht auch ganz klassisch mit einem Post-It.
  • Teile den Vorhaben. Vielleicht gibt es ja auch eine liebe Person in deinem Leben, mit der du diesen Weg gemeinsam gehen kannst.
  • Setze dir Zeitziele! Du musst nicht sofort eine halbe Stunde meditieren! Beginne ruhig erstmal mit 3 Minuten. Kommen sie dir anfangs vielleicht eeeeeewig lang vor, wirst du schnell merken, wie sie verfliegen. Baue dann langsam auf.
  • Mach dir eine kleine Check-/Erfolgsliste. Was möchtest du (in realistischem Rahmen) erreichen? Feiere deine Erfolge dann auch und klopf dir auf die Schulter.

Und nun möchte ich dir noch ganz ehrlich etwas beichten: Es werden Rückschläge kommen!

Und zwar ganz sicher. Klingt doof und ernüchtern? Vielleicht. Aber es wäre eine Lüge zu behaupten, dass es leicht wäre, eine neue Routine zu etablieren. Unser Körper ist noch immer darauf eingestellt, sich viel mehr auf Negatives zu konzentrieren und sich negative Erfahrungen abzuspeichern. Warum? Weil es vor vielen vielen Jahren sehr wichtig war, niemals zu vergessen, was passiert, wenn man einem Säbelzahntiger begegnet. 😉 Heutzutage sind die meisten Gefahren zum Glück weitaus ungefährlicher. Aber unser Körper nimmt eine Veränderung als Gefahr wahr – sie ist für ihn eine Bedrohung, denn sie kostet Energie. Wie bereits beschrieben, kann es ganz schön lang dauern, bis sich die Zellen so weit neu verknüpft haben, bis die neue Routine dir easypeasy von der Hand gehen. Und das kostet unseren Körper Energie. Aber good news: Indem du dir feste Eckdaten und Pfeiler schaffst, kannst du deinem inneren Kritiker und Energiewart einfacher einen auswischen und ihm zeigen, dass diese Veränderung eigentlich gar nicht so gefährlich ist. Er wird schnell erkennen, dass du dich in einem sicheren Hafen bewegst.

Erscheint dir die Couch, dein Handy, Instagram oder was auch immer viel verlockender als deine neue Routine, frage dich:

  • Was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn du es trotzdem machst?
  • Wieviele Stunden hat dein Tag und wielange dauert es jetzt, dein Vorhaben durchzuziehen?
  • Wie wirst du dich danach fühlen?

Und dann los: machen. Kopf aus. Erinnere dich an dein Wofür. In einem Jahr wirst du dir selber danken und kannst stolz auf dich sein.

Ich freue mich, wenn wir gemeinsam meditieren. Folge mir auf Instagram, um Informationen zu erhalten, wann es wieder so weit ist und ich eine geführte Meditationen anbiete. Außerdem findest du auch auf meinem YoutubeKanal eine kleine Auswahl an von mir angeleiteten Meditationen. Einfach nach @yga_xo suchen und los gehts. Ich freue mich, wenn du mir erzählst, wie es geklappt hat.

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